Für Eltern

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Bildschirmzeit auf dem Schul-iPad: was Eltern zu Hause wirklich einstellen können

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Mutter und Tochter nutzen gemeinsam ein iPad zu Hause

Das iPad kommt als Schulgerät ins Haus und bleibt am Nachmittag liegen. Um 16 Uhr ist es ein Lerngerät, um 20 Uhr eine Spielekonsole, und niemand hat vorher geklärt, wo die Grenze liegt.

Die KIM-Studie 2024 zeigt, wie verbreitet die Lücke ist. Nur 43 Prozent der Eltern richten überhaupt eine Bildschirmzeit ein, 26 Prozent sprechen mit ihrem Kind darüber, und 55 Prozent verzichten auf jede technische oder begleitende Maßnahme.

Bei den 8- bis 9-Jährigen ist die tägliche Internetnutzung innerhalb von zwei Jahren von 23 auf 40 Prozent gestiegen. Das Schul-iPad ist für viele Kinder das erste eigene Gerät mit dauerhaftem Zugang.

Zwei Verwaltungen auf einem Gerät

Beim Modell der Elternfinanzierung gehört das Gerät der Familie, verwaltet wird es trotzdem von der Schule. Über ein Verwaltungssystem legt die Schul-IT fest, welche Apps installiert sind und was im Unterricht gesperrt ist.

Diese Schulverwaltung und die Bildschirmzeit von Apple wissen nichts voneinander. Das Verwaltungssystem regelt den Unterricht, die Bildschirmzeit regelt den Nachmittag, und beide greifen unabhängig voneinander auf dasselbe Gerät zu.

Praktische Folge: Wenn die Schule das Gerät aus ihrer Verwaltung entfernt, etwa nach dem Abschluss, verschwinden auch die dabei gesetzten Einschränkungen. Die Bildschirmzeit, die Sie selbst eingerichtet haben, bleibt dagegen bestehen.

Der eine Schritt, an dem es meistens scheitert

Beim Einrichten fragt das iPad, ob es Ihr eigenes Gerät oder das Gerät Ihres Kindes ist. Wählen Sie hier „iPad meines Kindes“, sonst stehen später alle Einstellungen offen und das Kind kann sie selbst ändern.

Danach legen Sie einen Bildschirmzeit-Code fest, den das Kind nicht kennt. Ein Code, der dem Geburtsdatum entspricht oder identisch mit dem Entsperrcode ist, hält keine zwei Wochen.

Den Weg dorthin finden Sie in den Einstellungen unter „Bildschirmzeit“. Die Bezeichnungen ändern sich zwischen den iPadOS-Versionen leicht, der Aufbau bleibt gleich.

Vier Einstellungen, die im Alltag halten

Die Auszeit ist der wirksamste Hebel. Sie legt fest, in welchem Zeitraum nur noch ausgewählte Apps laufen, und beendet die Diskussion um das Gerät am Bett, ohne dass jemand kontrollieren muss.

App-Limits begrenzen einzelne Kategorien statt das Gerät. Ein Limit von 45 Minuten für Spiele lässt Schul-Apps und Nachrichten unberührt und ist deshalb leichter zu verhandeln als eine pauschale Obergrenze.

Unter „Immer erlaubt“ hinterlegen Sie die Apps, die auch in der Auszeit erreichbar bleiben müssen. Dazu gehören Telefonie und die Lern-Apps, die die Schule vorgibt, damit Hausaufgaben nicht an der eigenen Regel scheitern.

Die Inhaltsbeschränkungen regeln Altersfreigaben für Apps, Musik und Webseiten. Für Kinder unter zwölf Jahren ist die Beschränkung auf altersgerechte Inhalte im App Store der sinnvollste Ausgangspunkt, weil sie greift, bevor eine App überhaupt installiert wird.

Familienfreigabe: vom eigenen iPhone aus statt am Kindergerät

Solange die Bildschirmzeit nur lokal auf dem iPad eingerichtet ist, müssen Sie für jede Änderung das Gerät in die Hand nehmen. Über die Familienfreigabe verwalten Sie die Einstellungen von Ihrem eigenen iPhone oder iPad aus.

Dafür braucht das Kind einen eigenen Apple Account, der zur Familiengruppe gehört. Diesen Account richten Sie als Elternteil ein, für Kinder unter 13 Jahren ist das der vorgesehene Weg.

Die Familienfreigabe zeigt außerdem den wöchentlichen Bericht, aus dem hervorgeht, welche Apps wie lange genutzt wurden. Dieser Bericht ist im Gespräch mit dem Kind hilfreicher als jede Vermutung.

Wenn die Schule Jamf School einsetzt

Nutzt die Schule Jamf School als Verwaltungssystem, gibt es mit Jamf Parent eine Elternapp. Damit können Eltern innerhalb der Zeitfenster, die die Schul-IT freigibt, eigene Einschränkungen setzen.

Ob diese Freigabe eingerichtet ist, entscheidet die Schule, nicht Apple. Eine kurze Frage an die Schul-IT oder die Klassenleitung klärt in einer Mail, was an Ihrer Schule möglich ist.

Was technisch nicht funktioniert

Die Bildschirmzeit kontrolliert Nutzungsdauer und Inhalte, keine Aufmerksamkeit. Ein Kind, das mit erlaubten Lern-Apps drei Stunden am Gerät sitzt, fällt in keiner Statistik auf.

Ältere Kinder finden Wege um Limits herum, vom zweiten Gerät bis zum Zurücksetzen der Einstellungen. Deshalb funktioniert die technische Einstellung nur zusammen mit einer Regel, die vorher besprochen wurde.

Sinnvoll ist eine feste Absprache, die auch Erwachsene betrifft: Geräte bleiben nach einer bestimmten Uhrzeit im Wohnzimmer. Kinder akzeptieren Grenzen deutlich eher, wenn sie für alle gelten.

Nächster Schritt

Richten Sie die Bildschirmzeit ein, bevor das Gerät zum ersten Mal im Kinderzimmer landet. Nachträglich Grenzen einzuziehen ist deutlich schwerer als von Anfang an klare Zeiten festzulegen.

Wenn noch kein iPad für die Schule im Haus ist, bestellen Sie Gerät, Hülle und Stift direkt im Shop für Eltern, auf Wunsch in gleichbleibenden Monatsraten. Wie Sie das iPad vor dem ersten Schultag Schritt für Schritt einrichten, steht im Einrichtungsbeitrag, weitere Beiträge für Eltern sammelt der Blog.

Quellen: Apple Support: „Bildschirmzeit“ für ein Kind auf dem iPad einrichten, Apple Support: Gerät für ein Kind mit der Familienfreigabe einrichten, KIM-Studie 2024, mpfs, Internet-ABC zur KIM-Studie 2024, Jamf School. Redaktion: GFKD AG.

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